Interview
Do, 08.09.2011 (Kommentare: 0)
Redaktion: Herr Weritz, Sie sind 25 Jahre alt, kandidieren das erste Mal bei der Kommunalwahl und dann gleich an aussichtsreicher Position für den Kreistag. Wenn Sie an Sonntag denken, werden Sie nervös?
Weritz: Nee, nee, ich freue mich auf Sonntag. Ich hoffe, dass viele Menschen am Sonntag wählen gehen. Sämtliche Kandidaten, auch die von den anderen Parteien, haben alle eine hohe Wahlbeteiligung verdient. Im übrigen mache ich seit Jahren Politik, kenne fast alle niedersächsischen Spitzenpolitiker der CDU persönlich, bin mit einigen befreundet und im Landesvorstand der Jungen Union vertreten. Nervös werde ich nicht mehr so schnell.
Redaktion: Wir sind alle für eine hohe Wahlbeteiligung, aber 'wieso haben die Kandidaten es verdient?'
Weritz: Alle Kandidaten, die aus ehrenamtlichen Motiven zu einer Kommunalwahl, gleich welcher Partei oder Gruppierung, antreten, bemühen sich, die nächsten 5 Jahre für ihren Rat und somit ihre Kommune zu arbeiten und z. B. an allen Sitzungen teilzunehmen. Da kommt eine Menge Arbeit auf die dann Gewählten zu; 'reich' wird auf kommunaler Ebene hierdurch niemand. Deswegen kann man auch nur jede wahlberechtigte Person auffordern, sich am Sonntag ca. 10 Minuten Zeit zur Wahl zu nehmen, um ihre Vertreter vor Ort zu wählen. Jeder Wähler ist gerne gesehen, derjenige, der nicht in sein Wahllokal geht, hat eine denkbar schlechte Wahl getroffen.
Redaktion: Warum sollen die Wähler in Hemmoor, Hechthausen und Osten denn CDU wählen?
Weritz: Weil es die bessere Alternative ist. Es können viele junge Menschen auf sämtlichen Listen gewählt werden, die auch in den nächsten Jahren, wenn sie dann gewählt werden, von den erfahrenen CDU-Kommunalpolitikern lernen können. In der Stadt Hemmoor haben wir den jüngsten und den ältesten Kandidaten auf unserer Liste. Die Mischung stimmt einfach. Jeder Bürger kann eine/n Kandidatin/en wiederfinden, der seine Interessen vertritt.
Redaktion: Und den findet man bei der Konkurrenz nicht?
Weritz: Ich behaupte: Nein! Wir jungen Kandidaten sind viele junge Menschen, die seit Jahren in der Jungen Union (Jugendorganisation der CDU) viel Herzblut in ihr politisches Hobby stecken. Die Sozialdemokraten haben leider keine aktive Jugendorganisation, die in Hemmoor tätig ist. Die Liste der SPD stellt für mich das genaue Gegenteil von unserer Liste dar. Die haben letztlich ihre Seniorentruppe noch einmal ganz vorne platziert. Nicht, dass ich so vermessen wäre, so etwas bzw. einzelne dieser sicherlich verdienstvollen Kandidaten zu kritisieren, aber ich frage mich schon, welcher dieser Sozialdemokraten in 10 Jahren noch Politik in Hemmoor machen soll? Außerdem behaupte ich, dass Senioren keine Jugendpolitik machen können. Es gibt beispielsweise Bundesländer, in denen es aus gutem Grund untersagt ist, sich mit 70 Jahren noch zum Bürgermeister wählen zu lassen. Ich denke schon, die SPD in Hemmoor wäre gut beraten gewesen, die Kommunalwahlen zu nutzen, um sich zu verjüngen. Ich stelle nur fest, dass nicht ein Kandidat unter 35 auf ihrer Liste ist.
Redaktion: Fühlen Sie sich denn mit den weiteren jungen Kandidatinnen/en in der Lage, Verantwortung für die Zukunft zu tragen?
Weritz: Die CDU geht mit den Slogan 'Mut zur Verantwortung' in diesen Wahlkampf. Ich denke, wir haben alle diesen Mut. Außerdem haben wir viele Unterstützer. Ich bin mir weiter sicher, bzw. ich weiß es genau, dass unser Ministerpräsident und somit die CDU-Landesregierung unsere Hinwendung in Hemmoor zur Jugend genau registriert hat und positiv sieht. Mit dieser Unterstützung und mit einem starken CDU-Team vor Ort bin ich guten Mutes, dass wir die Zukunft von Hemmoor familienfreundlich und zukunftsgerecht gestalten können. Ich denke, die Zeit der 'SPD-Seniorenstadt Hemmoor' wird am 11. September 2011 vorbei sein. Dann soll es lieber 'Hemmoor, die junge Stadt für alle Bürger, in der es sich gut leben lässt!' heißen!
Redaktion: In diesem Sinne - viel Erfolg am Sonntag!
Weritz: Immer daran denken: Gehen Sie Wählen!
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